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Basilikum richtig verwenden: So bleibt das volle Aroma erhalten

Basilikum gehört zu den Kräutern, bei denen ein kleiner Unterschied in der Zubereitung erstaunlich viel ausmacht. Wer die Blätter minutenlang in Tomatensauce mitkocht, verschenkt einen großen Teil ihres frischen Aromas.

Die einfache Regel lautet deshalb: Basilikum gehört bei warmen Gerichten möglichst erst zum Schluss dazu. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt bei zarten Kräutern wie Basilikum genau dieses Vorgehen, damit Aroma und Struktur erhalten bleiben.

Warum sollte man Basilikum nicht lange mitkochen?

Basilikum besitzt viele leicht flüchtige Aromastoffe. Bei längerer Hitze verändert sich der charakteristische frische Geschmack und die empfindlichen Blätter fallen stark zusammen.

Deshalb:

Tomatensauce erst fertig kochen → Herd ausschalten → Basilikum dazugeben.

Auch bei Pizza funktioniert es hervorragend, einen Teil des Basilikums erst nach dem Backen auf die Pizza zu geben.

Schneiden oder zupfen?

Für die Küche kannst du Basilikum sowohl vorsichtig schneiden als auch zupfen. Wichtig ist vor allem, die Blätter nicht lange vorher klein zu machen.

Am besten:

  • erst kurz vor dem Essen ernten
  • vorsichtig waschen
  • trocken tupfen
  • unmittelbar danach schneiden oder zupfen

Das BZfE empfiehlt ebenfalls, frische Kräuter möglichst erst kurz vor der Verwendung zu waschen und zu schneiden.

So hält Basilikum im Topf länger

Kennst du diese Basilikumtöpfe aus dem Supermarkt, die nach drei Tagen aussehen, als hätten sie jede Hoffnung aufgegeben?

Ein Grund dafür: In den Töpfen stehen häufig sehr viele Pflanzen extrem dicht beieinander.

Ein guter Trick ist deshalb:

Den Topf vorsichtig teilen und auf zwei größere Töpfe verteilen.

Dadurch bekommen die einzelnen Triebe mehr Platz. Ein sonniger Standort und regelmäßiges, aber nicht übermäßiges Gießen helfen ebenfalls. Das BZfE empfiehlt dieses Teilen ausdrücklich für besseres Nachwachsen.

Basilikum richtig ernten

Nicht immer nur einzelne große Blätter unten abzupfen.

Besser ist es, ganze Triebspitzen knapp oberhalb einer Blattachsel abzuschneiden. Dort kann die Pflanze neue Seitentriebe bilden und wächst buschiger weiter.

Kann man Basilikum einfrieren?

Ja – aber mit Einschränkungen.

Die zarten Blätter reagieren empfindlich auf Kälte und verlieren beim klassischen Einfrieren ihre schöne Struktur.

Wenn es dir hauptsächlich ums Aroma geht, kannst du Basilikum:

  • klein schneiden
  • mit etwas Wasser in Eiswürfelformen geben
  • einfrieren

Für Saucen oder Suppen funktionieren solche Kräuterwürfel gut.

Wozu passt Basilikum?

Natürlich zu Tomate und Mozzarella – aber längst nicht nur dazu.

Sehr gut funktioniert Basilikum mit:

  • Zucchini
  • Aubergine
  • Pilzen
  • Käse
  • Fisch
  • Erdbeeren
  • Zitrone
  • sogar Schokolade

Gerade die Kombination mit Erdbeeren oder Zitrone ist spannend, wenn du Basilikum einmal abseits der klassischen italienischen Küche verwenden möchtest.

Kochmalwieder-Merksatz

Zarte Kräuter spät, kräftige Kräuter früh.

Basilikum, Schnittlauch und viele frische Kräuter eher am Ende.

Rosmarin und Thymian dürfen dagegen deutlich länger mitgaren.

Kurz zusammengefasst

Basilikum erst zum Schluss an warme Speisen geben, möglichst frisch schneiden und einen gekauften Topf ruhig auf mehrere Töpfe aufteilen.

So bekommst du deutlich mehr Aroma – und meistens auch deutlich länger etwas von deiner Pflanze.

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