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Kartoffeln richtig lagern: Keime, grüne Stellen und die richtige Sorte

Kartoffeln gehören zu den unkompliziertesten Lebensmitteln überhaupt – bis sie plötzlich keimen, grün werden oder beim Kartoffelsalat komplett auseinanderfallen.

Dabei lassen sich viele Probleme mit drei einfachen Dingen vermeiden:

richtig lagern, grüne Stellen ernst nehmen und für jedes Gericht die passende Kartoffelsorte wählen.


Wie lagert man Kartoffeln richtig?

Kartoffeln mögen es:

kühl · dunkel · trocken · luftig

Das BZfE nennt für die Lagerung im Haushalt einen idealen Bereich von ungefähr 7 bis 10 °C. Ein kühler, frostfreier und dunkler Vorratsraum oder Keller eignet sich daher besonders gut.

Sehr praktisch sind:

  • Papiertüten
  • Jutesäcke
  • luftdurchlässige Behälter

Weniger geeignet sind geschlossene Plastikbeutel, weil sich darin Feuchtigkeit sammeln kann.


Gehören Kartoffeln in den Kühlschrank?

Für längere Lagerung eher nicht.

Bei niedrigen Kühlschranktemperaturen kann sich ein Teil der Stärke in Zucker umwandeln. Dadurch können sich Geschmack und Textur verändern.

Das BZfE empfiehlt deshalb für die längerfristige Lagerung einen geeigneten kühlen Vorratsraum statt des Kühlschranks.

Bei kleinen Mengen, die schnell verbraucht werden, ist die Situation natürlich weniger dramatisch.


Warum werden Kartoffeln grün?

Licht ist einer der Hauptgründe.

Werden Kartoffeln Licht ausgesetzt, können sie grüne Stellen entwickeln. Gleichzeitig kann der Gehalt an Glykoalkaloiden wie Solanin steigen.

Solanin sitzt besonders:

  • im Schalenbereich
  • an Keimen
  • in grünen Bereichen

und wird durch normales Kochen nicht einfach zerstört.


Kann man Kartoffeln mit grünen Stellen noch essen?

Bei kleinen grünen Bereichen:

großzügig abschneiden und die Kartoffel schälen.

Ist eine Kartoffel dagegen:

  • stark ergrünt
  • stark gekeimt
  • geschrumpft
  • bitter im Geschmack

solltest du sie nicht mehr essen.

Das Kochwasser von belasteten Kartoffeln sollte ebenfalls nicht weiterverwendet werden.


Kartoffeln und Zwiebeln zusammen lagern?

Lieber nicht.

Das BZfE weist darauf hin, dass die gemeinsame Lagerung dazu führen kann, dass Kartoffeln schneller keimen und verderben.

Also lieber zwei getrennte Plätze im Vorratsraum.


Welche Kartoffel für welches Gericht?

Hier passieren erstaunlich viele Küchenunfälle. 😉

Festkochend

Bleiben beim Garen stabil.

Ideal für:

  • Kartoffelsalat
  • Bratkartoffeln
  • Gratins
  • Pellkartoffeln

Vorwiegend festkochend

Der Allrounder.

Gut für:

  • Salzkartoffeln
  • Ofenkartoffeln
  • Aufläufe
  • Eintöpfe

Mehligkochend

Enthalten mehr Stärke und zerfallen leichter.

Perfekt für:

  • Kartoffelpüree
  • Kartoffelsuppe
  • Klöße
  • Gnocchi
  • cremige Gerichte

Das BZfE empfiehlt ebenfalls genau diese Orientierung nach Kochtypen.


Kartoffeln besser mit oder ohne Schale kochen?

Wenn es zum Gericht passt, kannst du Kartoffeln zunächst mit Schale garen und anschließend pellen.

Beim Kochen können dadurch weniger wasserlösliche Nährstoffe verloren gehen als bei bereits geschälten Kartoffeln. Auch Dämpfen ist eine besonders schonende Zubereitungsart.

Grüne Stellen und Keimansätze solltest du trotzdem immer großzügig entfernen.


Was passiert mit Kartoffeln nach dem Abkühlen?

Jetzt wird es interessant:

Beim Abkühlen gekochter Kartoffeln verändert sich ein Teil der Stärke zu sogenannter resistenter Stärke.

Diese wird im Dünndarm nicht vollständig verdaut und verhält sich eher wie ein Ballaststoff. Das BZfE weist ebenfalls auf diesen Effekt bei gekochten und anschließend abgekühlten Kartoffeln hin.

Das ist übrigens ein schöner Bonus für:

  • Kartoffelsalat
  • Meal Prep
  • vorgekochte Kartoffeln vom Vortag

Kochmalwieder-Merksatz

Dunkel lagern. Grün großzügig weg. Sorte passend zum Gericht.

Mehr musst du dir für den Alltag eigentlich kaum merken.

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